Ratgeber


Innere Unruhe schonend behandeln

Innere Unruhe schonend behandeln

Pflanzliche Mittel gegen Belastungen
Viele Menschen empfinden ihre berufliche oder private Lebenssituation zeitweise als stressig und belastend. Dies äußert sich häufig in Nervosität und innerer Unruhe. Wie Sie die Symptome möglichst schonend behandeln.
  • Gelassen, ausgeglichen, rundum entspannt: ein geistiger und körperlicher Idealzustand, den wir leider nur allzu selten erreichen. Stattdessen stehen viele Menschen heutzutage ständig „unter Strom“. Das äußert sich in Überempfindlichkeit und Aggressivität sowie mangelnder Konzentrationsfähigkeit und Belastbarkeit. Viele Betroffene fühlen sich gleichzeitig rastlos und erschöpft. Falls auch Sie unter innerer Unruhe leiden, können Sie dies in leichteren Fälle häufig selbst beheben. In folgenden Fällen sollten Sie jedoch einen Arzt aufsuchen:

    • Es kommt zu regelrechten körperlichen Schmerzen.
    • Die Symptome bestehen seit längerer Zeit ohne unmittelbar erkennbare Ursache.
    • Die Ursache könnten Arzneimittelnebenwirkungen sein.
    • Bisherige Selbsthilfemaßnahmen blieben wirkungslos.


    Selbstmedikation mit Phytopharmaka

    In der Selbstmedikation bieten sich Ihnen vor allem pflanzliche Arzneimittel an. Entsprechende Extrakte können Sie einzeln oder in Kombination in Fertigarzneimitteln in Ihrer Apotheke erhalten. Einige Pflanzen lassen sich auch als Tee oder als Badezusatz anwenden.

    Zur Behandlung leichter Unruhezustände bewährt haben sich vor allem Baldrianwurzel, Hopfenzapfen, Melissenblätter, Passionsblumenkraut und Lavendelblüten. Nehmen Sie zur Beruhigung ein- bis dreimal täglich eines dieser Präparate ein. Zur Behandlung von Schlafstörungen nehmen Sie eine Dosis 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafen ein sowie eventuell eine weitere Dosis früher am Abend. Die Präparate entfalten ihre volle Wirkung in der Regel nach ein- bis zweiwöchiger regelmäßiger Anwendung.

    Mit dem Extrakt aus der Rosenwurz können Sie Ihre Widerstandsfähigkeit gegen Stressoren erhöhen und Ihre geistige und körperliche Leistungsfähigkeit verbessern. Die Wirkung soll schon nach der ersten Einnahme spürbar sein. Gesellen sich zur inneren Unruhe und Nervosität depressive Symptome, empfiehlt sich die Einnahme von Johanniskraut. Diesem wurde eine antidepressive Wirkung nachgewiesen. Bei schwereren oder langfristigen Verstimmungen sollten Sie jedoch einen Arzt oder Therapeuten aufsuchen.
    Hinweis: Johanniskraut ist bei der Einnahme mancher Medikamente kontraindiziert. Besprechen Sie mögliche Wechselwirkungen daher mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

    Weitere Empfehlungen gegen innere Unruhe

    Neben einer Phytopharmaka-Behandlung sollten Sie immer auch versuchen, die Ursachen Ihrer ständigen Anspannung zu beseitigen. Häufig sind Veränderungen der persönlichen Lebenssituation notwendig, zum Beispiel durch Delegieren von Aufgaben am Arbeitsplatz. Ausdauersport oder Entspannungstechniken können Ihnen helfen, dauerhaft gelassener zu werden. Nicht zuletzt wirkt eine ausgewogene Ernährung mit B-Vitaminen, Magnesium und Kalium oft Wunder gegen innere Unruhe. Vergessen Sie auch nicht, Ihrem Körper ausreichend Flüssigkeit (1,5 bis 2 Liter pro Tag) zuzuführen.

    Tipp: Kräutertees löschen nicht nur den Durst, sondern entspannen häufig auch. Trinken Sie dazu am besten Baldrian-, Fenchel- oder Melissentee.

    Quelle: DAZ 9, 2017


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Nasenbluten stoppen

Nasenbluten stoppen

Ursachen meist harmlos
Nasenbluten sieht schnell dramatisch aus: Schon wenige Milliliter Blut genügen, um ein Taschentuch zu durchtränken. Meist sind die Blutungen jedoch harmlos und nur selten ist ein Arztbesuch nötig.
  • Ursachen für Nasenbluten

    Eine der Aufgaben der Nase ist das Anwärmen der Atemluft. Dafür ist die Nasenschleimhaut durchzogen von einem dichten Geflecht aus Blutgefäßen. Diese Gefäße liegen direkt unter der Haut und daher kommt es leicht zu Blutungen.

    Häufige Ursachen für Nasenbluten sind Gewalteinwirkung, etwa Stöße, oder starke körperliche Belastungen, wie Sport oder Husten. Bei kleinen Kindern wird Nasenbluten häufig durch „Nasebohren“ verursacht. Durch trockene Heizungsluft kommt es im Winter schneller zu Nasenbluten. Denn Austrocknen der Nasenschleimhaut begünstigt das Platzen der Gefäße. Der Missbrauch von Nasentropfen oder Kokain hat den selben Effekt auf die Gefäße. Weitere begünstigende Faktoren sind die Einnahme von Blutverdünnern, Allergien, eine schiefe Nasenscheidewand, Bluthochdruck und Rauchen.

    Erste Hilfe bei Nasenbluten

    Die wichtigste Verhaltensregel bei einer blutenden Nase lautet: Bewahren Sie Ruhe. Denn in der Regel ist Nasenbluten ein harmloses Symptom und lässt sich ohne ärztliche Hilfe stoppen. Dr. Klaus Domedy, Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Krankheiten im Ärztezentrum der Techniker Krankenkasse in Nehmten (Schleswig-Holstein) rät, die Blutgefäße in der Nase für circa zehn Minuten zu verschließen. „Dazu werden entweder die Nasenflügel mit den Fingern zusammengedrückt, Watte in die Nasenlöcher eingeführt oder gefäßverengende Tropfen lokal angewendet.“

    Die richtige Sitzhaltung

    Bei Nasenbluten setzen Sie sich am besten aufrecht hin und neigen den Kopf leicht nach vorne. So verhindern Sie, dass Blut in den Rachen läuft und von Ihnen verschluckt wird. Keinesfalls sollten Sie den Kopf in den Nacken legen. Dr. Bubel warnt: „Das ist grundverkehrt: Dann läuft Blut nach hinten und landet bestenfalls im Magen, dann wird Ihnen irgendwann schlecht.“

    Tipp: Legen Sie einen kalten Lappen oder ein Kühlpack in den Nacken. Durch die Kälte ziehen sich die Gefäße zusammen und die Blutung lässt nach.

    Nasenbluten vorbeugen

    Wenn Sie öfter von Nasenbluten betroffen sind, können Sie diesen mit salzhaltigen Nasensprays vorbeugen. Spezielle Nasensalben oder Vaseline pflegen die Nasenschleimhaut ebenfalls und halten sie geschmeidig, sodass es seltener zu Rissen kommt.

    Tipp: Im Winter sollten Sie trockener Wohnungsluft vorbeugen. Heizen Sie dazu nur moderat und lüften Sie regelmäßig.


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Packungsbeilagen verstehen

Packungsbeilagen verstehen

Tipps für die Medikamenteneinnahme
Ein Medikament kann nur wirken wie es soll, wenn der Patient die korrekte Anwendung beachtet. Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) informiert über einen sachgerechten Umgang mit Tabletten, Tropfen & Co. 
  • Was der Name verrät

    Ob Patienten nun ein verschreibungspflichtiges oder ein frei verkäufliches Präparat nehmen: Unbedingt sollten sie vorab die Packungsbeilage aufmerksam lesen. Das ist Voraussetzung Nummer 1 für einen sachgerechten Umgang mit dem Arzneistoff. Doch Fachlatein macht es dem Leser nicht leicht.

    Schon der Name eines Medikaments enthält wichtige Informationen. ‚Forte‘ beispielsweise steht für stark und hoch dosiert. ‚Mono‘ weist auf einen einzelnen Wirkstoff hin, ‚comp‘ oder ‚plus‘ auf mehrere kombinierte Wirkstoffe. ‚Depot‘ oder ‚retard‘ meint, dass Wirkstoffe langsam freigesetzt werden. N1 ist die kleinste, N2 die mittlere, N3 die größte Packungsgröße.

    Nicht von Nebenwirkungsliste verunsichern lassen

    „Hinzu kommt die Sorge vor der Vielzahl möglicher Nebenwirkungen, die darin aufgelistet sind“, erläutert Oliver Brandt vom KKH-Serviceteam in Ulm. „Das kann so sehr verunsichern, dass notwendige Medikamente nicht eingenommen werden.“

    Arzneimittelhersteller sind gesetzlich verpflichtet, auf Packungsbeilagen neben Angaben über Dosis und Haltbarkeit alle bekannten Nebenwirkungen aufzulisten – inklusive Häufigkeit. Oft treten diese nur selten auf. Lassen Sie sich davon nicht verunsichern! Treten doch Beschwerden auf, halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Wer auf bestimmte Stoffe allergisch oder mit Unverträglichkeit reagiert, sollte seinen Arzt oder Apotheker darauf hinweisen. Nehmen Sie Warnhinweise ernst, zum Beispiel den Hinweis „…kann das Reaktionsvermögen im Straßenverkehr oder das Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.“

    Korrekte Anwendung beachten

    Einige Medikamente rufen bei gleichzeitiger Einnahme mit bestimmten Arznei- oder Lebensmitteln Wechselwirkungen hervor und verstärken oder mindern gewünschte Wirkungen. Deshalb sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker über alle Arzneien informieren, die Sie einnehmen – auch über rezeptfreie. Viele Apotheken bieten bei der Rezepteinlösung Wechselwirkungschecks an. Halten Sie sich an die empfohlene Dauer und Art der Anwendung, zum Beispiel vor, während oder nach dem Essen. Scheuen Sie sich nicht, sich die exakte Anwendung komplizierter Arzneiformen in der Apotheke erklären zu lassen. Denn die korrekte Anwendung verbessert die Chancen auf einen Therapieerfolg.

    Setzen Sie Medikamente nie eigenmächtig ab. Dies gilt vor allem für Antibiotika: Auch wenn Sie sich nach einigen Tagen besser fühlen, sollten Sie die Packung aufbrauchen. Haben Sie die Einnahme vergessen oder versehentlich eine erhöhte Dosierung eines Medikaments eingenommen, ist im Beipackzettel zu lesen, was zu tun ist. Zudem berät Sie Ihr Arzt oder Apotheker.


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Sonnenschutz für Kinder

Sonnenschutz für Kinder

Nicht jede Sonnencreme geeignet
Zum Sommer gehört für Kinder auch das Spielen im Freien. Dabei muss die Kinderhaut besonders geschützt werden, denn sie ist sonnenempfindlicher als die Haut von Erwachsenen. Wie Sie Ihr Kind am besten vor Hautschäden schützen und warum zu viel fettige Sonnencreme den Körper von Kindern belastet, erklärt die Apothekerkammer Hessen.
  • Die 4-H-Regel beachten

    Im Vergleich zu Erwachsenenhaut ist Kinderhaut deutlich sonnenempfindlicher, daher benötigt die Haut Ihrer Kinder auch einen besseren Sonnenschutz. Ob am Strand oder auf dem Spielplatz – richten Sie sich am besten nach der 4-H-Regel:

    • Hut
    • Hemd
    • Hose
    • Hoher Sonnenschutzfaktor

    Am wichtigsten ist der Schutz durch Schatten und Kleidung. Sonnencreme ist nur das i-Tüpfelchen auf dem korrekten Sonnenschutz. Erika Fink, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, erklärt: „Viele Eltern unterschätzen, dass im Sonnenschein der ganze Körper des Kindes aufgeheizt wird. Wenn dann der komplette Körper mit fettiger Sonnencreme eingerieben ist, fällt es insbesondere Babys sehr schwer, richtig zu schwitzen. So wird im schlimmsten Fall ein Hitzestau erzeugt, der nicht ungefährlich ist.“ Damit der Wärmeausgleich funktionieren kann, tragen Sie Sonnencreme nur auf die unbekleideten Stellen auf.

    Spezialprodukte für Kinder verwenden

    Nutzen Sie das spezielle Angebot an Sonnenschutzmitteln für Babys und Kleinkinder. „Kinderhaut ist sehr dünn und durchlässig für viele Stoffe, die die Erwachsenenhaut nicht durchdringen können. Deshalb werden an Präparate, die auf Kinderhaut angewendet werden, besondere Ansprüche gestellt. Das gilt sowohl für die Grundstoffe von Salben und Cremes wie auch für Wirkstoffe und erforderliche Konservierungsmittel“, betont Erika Fink. Besonders streng sind die Anforderungen bei Produkten für Kinder unter zwei Jahren.

    Physikalische Produkte besser verträglich

    Achten Sie bei der Auswahl des Sonnenschutzes darauf, ob dieser auf chemischen oder physikalischen Filtersubstanzen basiert. Chemische Filtersubstanzen absorbieren das UV-Licht und verändern sich dabei. Die zarte Kinderhaut reagiert darauf oft mit Reizungen. Verwenden Sie für Kleinkinder und Babys besser Sonnencremes mit physikalischen Filtersubstanzen. Sie bestehen aus kleinsten Plättchen von Metalloxiden wie Zinkoxid oder Titanoxid, die sehr zuverlässig das gesamte Spektrum des Sonnenlichts reflektieren. Dafür ist es wichtig, dass Sie die Sonnencreme gleichmäßig auf der Haut verteilen. Bei Präparaten minderer Qualität kommt es zum sogenannten Weißeln: Die Partikel setzen sich weiß in Hautfalten ab. Dies mindert auch den Sonnenschutz. Daher sollten Sie immer Präparate wählen, die gleichmäßig auf der Haut verbleiben. Ihr Apotheker empfiehlt Ihnen geeignete Produkte.

    Ein weiterer Tipp: Den Sonnenschutz für die Augen nicht vergessen. Mit Hut oder einer Sonnenbrille sind Kinder rundherum geschützt.


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